Was Frauen wollen….

Nicht erst seit der extensiven Beschäftigung mit der Frage: Was Frauen wollen… im gleichnamigen Film ist klar, Produkte und Dienstleistungen werden nicht für ihre unmittelbaren Eigenschaften und Funktionalitäten gekauft, sondern für das Erlebnis, was hierdurch möglich wird.

Mit dem heutigen Impuls schauen wir darauf, was ein Unternehmen attraktiv und erfolgreich macht: aus der Perspektive des Kunden, des Mitarbeiters und des Lieferanten bzw. Dienstleistungspartners.
Und, wie ein Unternehmen auch morgen und übermorgen attraktiv und erfolgreich bleibt.

Lange Zeit lag der Fokus der Betrachtung von Kaufentscheidungen von Kunden auf der Beziehung zwischen Preis und Produkteigenschaften relativ zu alternativen Produkten.
Übersehen wurde dabei eine andere Beziehung, die Beziehung zwischen Kunden und Unternehmen. Bereits bei der Auswahl eines Produktes beginnt eine Beziehung zwischen Kunden und Unternehmen. Diese setzt sich über den tatsächlichen Kauf fort, dauert oft über die Nutzung des Produktes an.
Der Geschmack vom Himbeereis bleibt für zehn Minuten im Mund, ein Haarschnitt verwächst sich nach ein paar Wochen, an die erste Reise mit dem ersten Auto denkt man vielleicht noch heute gerne zurück.

Wenn sich Kunden für ein Produkt interessieren, stellen sie sich weit mehr Fragen als nur die nach dem Preis und der Funktionalität. Sie fragen sich (teils unbewusst):

  • Wie erlebe ich als Kunde das Unternehmen?
  • Wie wertvoll ist es für mich, in Beziehung mit dem Unternehmen zu sein?


Wir nennen dies die Frage nach ihrer Experience.

Je nach Antwort entscheidet sich dann nicht nur der Kauf oder Nicht-Kauf, sondern auch die Zahlungsbereitschaft, ob Feedback gegeben wird oder gar eine Empfehlung, ob eine Bereitschaft zu einer längerfristigen Beziehung besteht.

Diese Aspekte sind Teil der Beziehung und damit Teil der Experience.

Ähnliche Betrachtungen lassen sich aus den Perspektiven ‚Mitarbeiter‘ und ‚Partner/Supplier‘ aufmachen.
Auch sie fragen:

  • Wie erlebe ich als Mitarbeiter / als Partner das Unternehmen?
  • Wie wertvoll ist es, in Beziehung mit dem Unternehmen zu sein?


Sie entscheiden sich nicht nur für den Eintritt bzw. die Fortsetzung der Zusammenarbeit oder Beendung der Zusammenarbeit, sie wählen das Maß des Engagements, der eingebrachten Kreativität und Ideen. Auch entscheiden sie, worauf sie ihren Fokus in der Beziehung legen, dem gemeinsamen Zweck oder dem individuellen finanziellen Vorteil.

Neben diesen drei Beziehungsebenen (Kunden, Mitarbeiter, Supplier) gibt es zusätzlich die selbst-reflektive Beziehung des Unternehmens zu sich selbst. Diese bezieht sich im Kern auf den Erfolg von heute und morgen, insbesondere mit der Frage, wie kraftvoll die eigene Unternehmensvision einem ein Gefühl von Sicherung und Weiterentwicklung des Fortbestands vermittelt.

Aus den vorhergegangenen Impulsen wissen wir bereits, dass der Schlüssel zur Gestaltung der Experience in der Führung liegt, in der Gestaltung förderlicher Rahmenbedingungen und der Kommunikation und Orientierung hierzu.

Das Erleben von Kunden, Mitarbeitern, Partnern und des Unternehmens als Ganzes beeinflusst sich wechselseitig. Ein Unternehmen kann sich nur dann nachhaltig entwickeln, wenn das Erleben aller Akteure positiv und in Balance ist. Je genauer ein Unternehmen seine Beziehungen und die daraus resultierende Experience erfasst, evaluiert und gestaltet, desto wertvoller und erfolgreicher ist es.

Durch die Berücksichtigung der verschiedenen Beziehungsebenen und der Betrachtung der Experience wird die Aufgabe der Ausrichtung der Aktivitäten im Unternehmen noch komplexer. Doch ist dies nur die Akzeptanz der tatsächlich vorhandenen Komplexität und damit Voraussetzung für einen adäquaten Umgang.

Wir halten fest:

  • Mitarbeiter, Kunden und Dienstleister/Partner gehen (teils unbewusst) eine Beziehung mit dem Unternehmen ein
  • Diese Beziehung ist nicht rein rational im Sinne von Preis-Leistung, sondern vor allem emotional im Sinne gemeinsamer Erlebnisse geprägt
  • Der Wert dieser Beziehungen drückt sich aus in Employee Experience, Customer Experience, Supplier Experience und einer selbst-reflektiven Beziehung (sog. Development Experience)
  • Zusammengenommen bestimmen diese, allesamt mit dem Unternehmen verknüpften, Erlebnisse den nachhaltigen Unternehmenserfolg
  • Führungskräfte gestalten Rahmenbedingungen, kommunizieren diese und ermöglichen Orientierung, damit Erlebnisse entstehen, die die jeweilige Beziehung und Bindung mit dem Unternehmen nachhaltig stärken

Handlungsimpuls

Mit dem heutigen Impuls habt ihr die Gelegenheit die „Xe“ (Employee Experience, Customer Experience, Supplier Experience und Development Experience) selbst einmal zu erleben. Wie fühlt sich die Beziehung zu elobau für Mitarbeitende, Kunden oder Dienstleister an? Wie steht sich elobau selbst gegenüber?

Sei heute und morgen Erlebnisforscher.
Nehme bewusst eine der vier Perspektiven ein:

  • Kunde von elobau: Rüdiger und Christian
  • Mitarbeiter (inkl. Führungskräfte) von elobau: Thilo und Daniel
  • Supplier / Partner von elobau: Norbert und Frank
  • Elobau als Kollektiv: Volker und Eduard

 

Und stelle dir wiederholt am Tag die Fragen:

  • Wie erlebe ich das Unternehmen elobau?
  • Wie wertvoll ist es, in Beziehung mit dem Unternehmen zu sein?
  • selbstreflektierend: gefalle ich mir selbst angesichts des Entwicklungspfads, auf dem ich bin?

 

Teile deine Erlebnisse und Erkenntnisse im Gruppenchat.

18.10. - 5.11.

Im Buddy-Dialog vertiefst du die Lerninhalte gemeinsam mit einem oder zwei Kollegen aus der