Was wäre bei elobau anders, wenn alle leitenden Führungskräfte ab heute 1 Jahr Urlaub machten?

Eure Beispiele zu Impuls 1 zeigen Führung hat viele Gesichter und Ausprägungen.
Je nach Kontext und individueller Prägung gibt es unterschiedliche Verständnisse und Vorstellungen zu erfolgreicher Führung. Bevor wir tiefer einsteigen, sei aber vorab noch eine grundlegende Frage gestattet: Warum braucht es denn überhaupt Führung?

 

Ist Führung immer und überall notwendig oder auch mal eher „nice to have“?

Was wäre anders, wenn in deinem Beispiel vom letzten Impuls keine Führung stattgefunden hätte?


Im heutigen Impuls verdeutlichst du dir gemeinsam mit deinen Kollegen den Sinn und Zweck von Führung. Konkret sehen wir uns dabei an, in welche Aufgaben Führung für eine weitere Betrachtung aufgeteilt werden kann. 

Die zentrale Aufgabe von Führung

In Unternehmen kommen Menschen zusammen, weil die Probleme der Kunden nicht durch Einzelne gelöst werden können, sondern ein Zusammenwirken verschiedener Kompetenzen und Know-how erforderlich ist.
Das zweckgerichtete und nicht zufällige Zusammenwirken im Unternehmen benötigt Ausrichtung und Koordination: Wir nennen das Führung.

Führung führt also zu zweckgerichtetem Zusammenwirken. Man könnte sagen:

„Wo keine Führung, dort regiert der Zufall“ oder „Wo keine Führung, da kein koordiniertes Zusammenwirken“.

Was könnt ihr als Einzelpersonen oder als Führungsteam nun tun, damit ein wirksamer Unterschied im zweckgerichteten Zusammenwirken bei elobau entsteht? Als Antwort auf die Frage ergeben sich die Aufgaben von Führung.

 

Unser Vorschlag einer möglichen Antwort:

  • Rahmenbedingungen schaffen und pflegen
    Damit mehrere Menschen effizient und effektiv zusammenwirken können, braucht es eine gemeinsame Ausrichtung. Diese kann diverse Formen annehmen. Ganz konkret zum Beispiel in Form einer zu produzierenden Stückzahl pro Tag. Etwas abstrakter beispielsweise in Form von Werten, Prinzipien und Leitbildern.
    Zu den Rahmenbedingungen gehören auf technischer Ebene Vorgaben zu den Prozessen, Maschinen und Werkzeugen. Auf der Beziehungsebene sind hier über Verantwortlichkeiten, Rollen und den notwendigen Menschen zu entscheiden. Auf der Ebene der Identität fallen u.a. die Definition von Mission, Vision und Strategie.
    Führung trifft also Entscheidungen zu den Rahmenbedingungen als erste Voraussetzung für ein erfolgreiches Zusammenwirken vieler und überprüft diese regelmäßig.
    Als Bild kann hier ein Dienstplan und Fahrtrouten eines Transportunternehmens stehen.
  • Orientierung ermöglichen
    Einen Dienstplan und Fahrtrouten zu haben ist gut, aber nicht hinreichend. Es ist Aufgabe von Führung, die festgelegten Rahmenbedingungen zu kommunizieren und zu erläutern. So wird die Basis für einen Austausch und Abstimmung der konkreten Ausprägung im Handeln des Einzelnen und der Koordination aller geschaffen, damit im Ergebnis eine zweckgerichtete Koordination stattfindet.
    Führung ist also verantwortlich dafür, dass die entschiedenen Rahmenbedingungen verstanden und nachvollzogen werden können.
  • Operativ in Verantwortung gehen
    Ausgefeilte Rahmenbedingungen hinsichtlich Identität, Beziehung und Technik plus ein gutes Verständnis dieser in der Mannschaft sorgen in der Regel für hervorragende Koordination und qualitative Entscheidungen im Team. Dennoch sind wir im unternehmerischen Umfeld nie davor gefeit, geistesgegenwärtig in Verantwortung zu gehen, wenn die Situation es erfordert. 

Wir halten fest:

  • Dort, wo Menschen zusammenkommen, um etwas zu erschaffen, das über die Einzelleistung von Personen hinausgeht, braucht es Führung.
  • Führung dient dem zweckgerichteten Zusammenwirken von Menschen
  • Die 3 zentralen Aufgaben von Führung sind:
    • Rahmenbedingungen schaffen und pflegen,
    • Orientierung ermöglichen und
    • operativ in Verantwortung gehen.

Handlungsimpuls

Der heutige Impuls nutzt ein Beispiel von Führung, das uns allen sehr vertraut ist und gleichzeitig ohne eine klassische Führungskraft auskommt: der Straßenverkehr.
Täglich koordinieren Millionen von Menschen ihre Handlungen derart, dass es ihnen gelingt, zumeist unfallfrei und zügig von A nach B zu kommen.
Auch hier sind die drei Aufgaben von Führung zu finden.

Teile im Chat je ein Beispiel für

  • vorgegebene Rahmenbedingungen,
  • das Ermöglichen von Orientierung zu diesen Rahmenbedingungen und
  • operative Verantwortungsübernahme im Straßenverkehr.

Um ein bisschen Tempo in den Austausch zu bringen… Doppelnennungen bzw. Wiederholungen von bereits genannten Aspekten sind nicht erlaubt.

Du bist dir nicht sicher, welcher Aspekt zu welcher Führungsaufgabe passt? Vielleicht hilft dir die Feststellung, dass die Grenzen eher schwimmend statt trennscharf sein können. Es geht hier keinesfalls um ‚richtig‘ oder ‚falsch‘, sondern sondern um das Teilen unterschiedlicher Perspektiven und den Dialog, der daraus entsteht.

So könnte eine Antwort aussehen:

Rahmenbedingung: Überholverbot

Orientierung: Blinken beim Abbiegen

Operative Verantwortungsübernahme: Polizist regelt den Verkehr bei Ampelausfall

Wir stehen mutigen und entschiedenen Führungspersönlichkeiten zur Seite.

Persönlich: Hier steht die persönliche Entwicklung als Führungskraft im Mittelpunkt. Themen sind beispielsweise das Einfinden und Wirksamwerden in veränderten Rollen oder die​ Reflektion individueller Bedürfnisse und Stärken im Abgleich mit unternehmerischen Leitbildern und dem übergeordneten Unternehmenszweck.

Fachlich: Hier stehen wir Entscheidern als fachliche Sparringspartner bei Seite. Die Themen reichen von der Erarbeitung​ und Reflektion organisationaler Rahmenbedingungen bis hin zur fachlichen Begleitung der Führungsarbeit in Entscheidungs- und Führungsgremien.

Machen Purpose-Workshops Sinn?

Spätestens seit Simon Sinek starten wir alle mit dem WARUM. Ganze Organisationen haben sich seitdem auf die Suche nach ihrem Sinn und Zweck gemacht. Ist dieser einmal gegriffen und formuliert, folgt schnell der Wunsch nach dessen Akzeptanz und Verbreitung in den Köpfen aller Führungskräfte und Mitarbeitenden.

Doch wie gelangt der Purpose in die genannten Köpfe? Durch Trainings oder Schulungen? Durch Zielvereinbarungen? Durch Feedbacks und Coachings? Wohl eher kaum. Und ist das überhaupt Sinn der Sache mit dem WHY?

Weil wir alle selbstbestimmt und eigenverantwortlich sind, kann (auch wenn man das wollte) niemand anderes entscheiden, was wir akzeptieren und auch im Handeln einsetzen. Das wäre in etwa so absurd wie zu wollen, dass die Lieblingsfarbe aller Mitarbeitenden von VORSPRUNGatwork Rot sei. Es bleibt immer die Entscheidung eines jeden Einzelnen, ob er Impulse und Antwortmöglichkeiten von anderen annimmt oder nicht.

Deshalb kann es auch nicht das Ziel von Führung sein, Menschen zu steuern und sie danach zu prüfen, ob sie das Purpose-Statement auswendig aufsagen können.

Aufgabe von Führung kann aber sein, Rahmenbedingungen zu schaffen und Orientierung so zu ermöglichen, dass Führungskräfte und Mitarbeitende sich selbst bestmöglich am Unternehmenszweck ausrichten wollen und können.

Hierzu gehören auch Räume, in denen individuelle Antworten auf das Warum mit dem kollektiven Zweck der Organisation in Verbindung gebracht und reflektiert werden können und Diskrepanzen sichtbar gemacht und besprochen werden können.

Wie sinnvoll geht dein Unternehmen mit dem Thema „Purpose“ um?

#mythbuster #agile #purpose #why #sinn #newwork #vorsprungatwork

Hier geht’s zum Post >>

Niemand will heute noch im klassischen Sinne lernen: das ist langweilig, anstrengend und vor allem zeitraubend! Nicht zu lernen kann sich heute allerdings niemand mehr leisten, denn die Welt ändert sich schneller als je zuvor.

Kennst du das Gefühl, wenn du alte Jugendfreunde triffst und du sofort wieder in die Rolle von früher schlüpfst?
So ähnlich ist das oft auch im Seminarraum bei Führungskräftetrainings und anderen Personalentwicklungsmaßnahmen.
Die Muster der vergangenen Schulzeit werden aktiviert und es finden sich LehrerInnen samt Schulklasse in einer Dynamik, die beide Seiten unzufrieden stimmen.

Das Ergebnis: Unmotivierte TeilnehmerInnen in Konsumhaltung und TrainerInnen, die zu viel Raum einnehmen, um Stoff durchzubringen, der am eigentlichen Bedarf vorbeigeht.

Sieht so Lernen im 21. Jahrhundert aus?

Wir glauben daran, dass Lernen nicht nur im Seminarraum stattfindet, sondern in Arbeitsprozesse integriert werden muss.

Wir glauben daran, dass nicht die TrainerInnen den Lernprozess steuern, sondern die TeilnehmerInnen die eigentlichen LernexpertInnen sind.

Dafür braucht es einen Musterbruch auf Seiten der Personalentwicklung aber auch auf Seiten der Führungskräfte und