Im zweiten Buddy-Dialog vertiefst du die bisherigen Lerninhalte gemeinsam mit deinem Kollegen aus der Leadership Expedition. Zusätzlich dient diese Zeit dem gegenseitigen Sparring auf der gemeinsamen Lernreise.

Übung:

Mein Persönliches ‚WHY‘

Zur Vorbereitung auf den Austausch mit deinem Buddy erlaube dir vorab mindestens 15 Minuten Zeit für diese Übung.

Schaue dir zunächst folgendes Video an:

Michael Jr. ist ein Unterhalter und Komiker, der hervorhebt, dass Unterhaltung nur sein ‚Was‘ ist, sein ‚Warum‘ ist es, Menschen zu inspirieren, ihr ganzes Potenzial auszuschöpfen.

Im Verlauf seines Programms bringt er jemanden aus dem Publikum dazu, von seiner Arbeit zu berichten, um die Bedeutung des Unterschieds zwischen ‚Was‘ und ‚Warum‘ erlebbar zu machen.

Im gezeigten Einspieler bittet er einen Musiklehrer ‚Amazing Grace‘ zu singen. Anschließend fordert er ihn auf, eine weitere Version von ‚Amazing Grace‘ zu singen und zwar eine, in der er Leid und Freude seiner Familie zum Ausdruck bringt.

Die Reaktionen im Publikum sind deutlicher Beweis des Unterschieds zwischen den beiden Versionen. Beim ersten Mal wusste der Musiklehrer, „Was er tut.“, beim zweiten Mal wusste er „Warum er es tut.“

Stell dir folgende Fragen:

Wann habe ich mich in einer Aktivität ähnlich kraftvoll wie der Musiklehrer beim zweiten Mal gefühlt?
Welche(s) ‚Warum‘ oder ‚Wofür‘ hat oder haben mich in diesen Situationen inspiriert?
Was ist mein ‚Warum/Wofür‘ in meiner derzeitigen Lebensphase, insbesondere in der Rolle als Führungskraft?

Mache dir Notizen.

Neben Klarheit in der Ausrichtung ist ein gutes Kontextverständnis erforderlich, um in Führung zu gehen.

Zu den Fragen

  • Wer bin ich?
  • Was macht mich aus?
  • Warum, wofür bringe ich mich ein?
  • Wo soll die Reise für mich hingehen?

kommen Fragen zum Kontext

  • Was sind Zweck und Ziele der Organisation?
  • Was prägt die Zusammenarbeit?
  • Welche Bereiche sind sehr komplex? Und welche kompliziert?
  • Welcher Rahmen sorgt für einen förderlicher Umgang der Beteiligten mit Komplexität und Kompliziertheit?

In eurer gemeinsamen Stunde werdet ihr euch euer Selbstverständnis bewusst machen und euer Führungsverständnis abgleichen.

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Agenda

Check-in (5 Minuten)

Mein persönliches ‚WHY‘ (20 Minuten)

Führung in Komplexität – am spezifischen Beispiel (25 Minuten)

Check-out (5 Minuten)

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1. Check-in

Jeder Buddy-Dialog startet mit einem 5-minütigen Check-in.

Check-in Frage(n):
Was schenkt dir innerhalb kürzester Zeit ein wohliges Gefühl?

und/oder

Wie gut ist es mir gelungen, die Ziele, die ich am Ende des letzten Buddy Dialogs formuliert habe, umzusetzen?

 

Dauer: 5 min.

2. Mein persönliches ‚WHY‘

Gelegentlich treffen wir auf Personen, die aus einer großen inneren Klarheit agieren. Was unterscheidet diese Menschen von anderen?

Ein Grund ist vielfach, dass sie ihr ‚WHY‘ erkannt haben und sich hieran in ihrem Handeln orientieren.

In eurer Vorbereitung habt ihr euch mit eurem ‚WHY‘ beschäftigt. Heute bekommt ihr die Chance, euch gegenseitig im Nachschärfen des persönlichen ‚WHY‘ besser kennen zu lernen und zu unterstützen.


Austausch mit dem Buddy

  • Buddy A beschreibt seine Erlebnisse, Erkenntnisse und eventuelle Ergebnisse in der Zeit der Erarbeitung seines persönlichen ‚WHYs‘ und fasst abschließend sein persönliches ‚WHY‘ in einem Satz zusammen. Er hat 6-7 Minuten ununterbrochene Zeit, um zu sprechen, nachzudenken, zu schweigen. Buddy B hört aktiv zu.
  • Anschließend würdigt Buddy B das Gesagte, indem er knapp zusammenfasst, was dies bei ihm auslöst.
  • Sollte aus dem Austausch heraus eine Anpassung des persönlichen ‚WHYs‘ von Buddy A entstanden sein, wird dies nun festgehalten.
  • Nun Wechsel. Buddy B teilt seine EEEs in ebenfalls 6-7 ungestörten Minuten und Buddy A würdigt das Gesagte. Mögliche Änderungen am persönlichen ‚WHY‘ werden festgehalten.
  • Zum Abschluss nehmt euch einen kurzen Moment, um zu schauen, was die gemeinsame Forschungsarbeit mit euch gemacht hat.

PS: Manche Menschen verbringen Jahre oder sogar ein Leben lang damit ihr WHY zu finden. Wie so oft ist auch hier der Weg eher das Ziel als eine klare Definition. Lasst euch deswegen von den 6-7 Minuten nicht beirren und seid neugierig, was in der Zeit entstehen kann.

Dauer: 20 min.

 

3. Führung in Komplexität – am spezifischen Beispiel

In den Impulsen haben wir euch in das Thema der Führung in Komplexität über verschiedene Definitionen und Erläuterungen von Zusammenhängen eingeführt.
Wie gehört das alles zusammen? Und, hast du dasselbe verstanden wie ich?
Genau darum geht es jetzt.

Impuls 3 beinhaltete die Frage nach den ‚gefühlten indischen Kreuzungen‘ bei elobau, bereichen starker Reglementierung und der möglichen Mischformen. in den nächsten 25 Minuten nehmt ihr eine oder zwei Handlungs- oder Entscheidungssituationen eures Führungsalltages genauer in den Blick und analysiert sie mit dem gelernten Know-how und Know-why.

Übung: Gemeinsames Erarbeiten und Erforschen

Für diese Übung haben wir euch ein separates Arbeitsblatt erstellt.
Als erste Situation betrachtet ihr die Auswahl einer neuen Führungskraft auf der Ebene E3 bei elobau.

Arbeitsblatt: Führung in Komplexität

Zu welchen fachlichen Inhalten gibt es Fragen? Wendet euch via Gruppenchat an alle Kollegen oder direktem Chat an uns Coaches.


Dauer: 25 min.

 

5. Check-Out

Jeder Tag hat 24 Stunden, nicht mehr und nicht weniger.
Es ist an uns, diese Zeit gut zu gestalten. Deshalb endet jeder Buddy-Dialog mit einem Check-out.

 

Check-out Fragen:

Spürt rein: Wie geht es mir jetzt?

und/oder

Was möchte ich beim nächsten Buddy-Dialog weiter / mehr davon / anders machen?

Dauer: 5 min.

Inspiriert durch den Buddy-Dialog möchtest du an die Übungen und Inhalte anknüpfen? Da haben wir ein paar Ideen.

Vorschlag 1:

Unterbreche für nur 10 Minuten das Machen-Machen-Machen und gebe einen kleinen Impuls in dein Team.
Zeige zu Beginn einer Besprechung eines der Videos aus der Leadership Expedition. Vom Jongleur, über das Piano bis hin zur Amazing Grace Gesangseinlage und dann lass in einer schnellen Blitzlichtrunde jeden einmal kurz ausatmen, was das Video in ihm oder ihr ausgelöst hat.

 

Vorschlag 2:

Komplex und kompliziert, Regeln und Prinzipien… im täglichen Tun wäre es überzogen, akribisch jede Situation diesbezüglich zu analysieren.
Nimm dir deshalb nur eine Situation heraus, z.B. in deiner persönlichen Vorbereitung auf eine Besprechung. Möglicherweise stellst du fest, dass schon dies ausreicht, um zu erweiterten Erkenntnissen zu gelangen.

 

Weiterführendes Material:

Im Content Pool findest du diverse Artikel, Videos oder Podcasts aus vielen Themenbereichen. Hier zwei konkrete Hinweise:

Wenn du 15 Minuten Zeit hast…
In dem Denkangebot „Warum wir mehr Prinzipien und weniger Regeln brauchen“ der eloAcademy beschreibt Jan Bühlmeier seine Perspektive auf das Thema Regeln vs. Prinzipien bei elobau. Die eloAcademy fungiert dabei als Beispiel für das Kreieren neuer Rahmenbedingungen, in denen vermehrt auf Prinzipien statt auf Regeln gesetzt wird. Die daraus folgenden Konsequenzen schlüsselt Jan in diesem Blogbeitrag exemplarisch auf.

Wenn du 45 Minuten Zeit hast…
Kompliziert oder komplex? Regeln oder Prinzipien? Management oder Leadership? X-Mensch oder Y-Mensch? Worin lag nochmal der Kernunterschied? Gerhard Wohland teilt in seinem Vortrag zur modernen Unternehmensführung die Arbeitswelt in blau und rot und bringt Ordnung in den Begriffsdschungel. Mit klaren Unterscheidungen und humorvollen Anekdoten macht er deutlich, welche Denkfehler in vielen Unternehmen das Handeln bestimmen und welche weitreichenden Konsequenzen dies nach sich zieht. Nach diesem Video betrachtest du dein Unternehmen garantiert aus einem neuen Blickwinkel.