Der abschließende Buddy-Dialog zum Jahreswechsel bietet euch einen Rahmen, um zunächst individuell auf das Jahr zurückzuschauen und anschließend im gegenseitigen Sparring das persönliche Lernen & Entwickeln herauszuarbeiten und zu würdigen.

Die freie Zeit zwischen den Jahren schafft mehr Raum, um mal wieder runterzufahren. Dieser Buddy Dialog fordert euch auf, euch eurer gelebten Strategien im Umgang mit Stress bewusst zu werden. Nutzt die gewonnene Vertrauensbasis mit dem Buddy, um über das Thema Stress offen zu sprechen.

Übung:

Meine individuelle Retro

Im agilen Arbeiten ist die Retrospektive ein Standardelement, um auf die Zusammenarbeit im Team zurückzuschauen. Für manche sind die folgenden Fragen also sehr vertraut, für andere die Gelegenheit, mit dem Konzept der Retro näher vertraut zu werden.

Ein Arbeitsblatt für diese Übung steht im Content Pool zur Verfügung.

1) Blicke zurück auf das vergangene Jahr (oder einen anderen angemessenen Zeitraum).

  • Welche Herausforderungen waren prägend – für dich, für den weiteren Verlauf des Jahres?
  • Was waren zentrale Momente, in denen du in Führung gegangen bist?
  • Was sind Situationen des Erfolgs, auf die du stolz bist?
  • Welches Scheitern hat dich Kraft gekostet?

Spüre in dich hinein und identifiziere die Episoden, die für dich persönlich emotionale Berührtheit ausgelöst haben.

Wähle drei, maximal vier solcher ‚zentralen Herausforderungen‘ aus. Dabei sollten sich mindestens zwei auf deine Führungsrolle beziehen.

2) Beantworte für jede Situation die vier Retro-Fragen:

  • Was hat dir Rückenwind gegeben?
  • Welche Hindernisse standen in deinem Weg? Welche Risiken gab es?
  • Was hat dich (aus)gebremst?
  • Was hat dich erfolgreich gemacht?

bestenfalls direkt auf dem Arbeitsblatt.

Beginne mit einer der ‚zentralen Herausforderungen‘. Fühle dich in die Sequenz an Ereignissen und Erlebnissen hinein, bevor du beginnst, alle vier Fragen in der empfohlenen Reihenfolge zu bearbeiten.
Mache eine kurze (oder längere) Pause, bevor du die nächste Situation aus dem Jahr 2021 genauer reflektierst.

Vorbereitung

Stress lass nach!​

Sport, ein Glas Rotwein, Micro-Schläfchen, eine Runde Skat…

Jeder von uns hat seinen Umgang mit Stress gefunden, mehr oder weniger erfolgreich.

Was ist Stress eigentlich?
Laut Dr. Google ist Stress im gesundheitspsychologischen Sinne eine körperliche und psychische Reaktion eines Menschen auf eine für nicht oder schwer bewältigbar wahrgenommene Situation.

Da wir alle keine Yodas sind, bedeutet der heutige Berufsalltag, dass wir immer mal wieder in Situationen kommen, in denen wir uns im ersten Moment überfordert fühlen.

Oftmals fehlt uns in Phasen des Stresses die Zeit, systematisch runterzukommen, zu entspannen und uns dem Körper und der Psyche zu widmen.

In Vorbereitung auf den Buddy Dialog überlege dir, wie du in stressigen Zeiten für dich unmittelbar sorgst und welche mittelfristigen Strategien du verfolgst, um seltener mit Stress auf fordernde Situationen zu reagieren.

Als Inspiration zum Thema Stress haben wir ein Video für dich herausgesucht:

In den vergangenen Monaten habt ihr über die Dialoge im Buddytandem einen wohltuenden und auch fordernden Raum zur gemeinschaftlichen Reflektion geschaffen.
Aufbauend auf die individuelle Rückschau bekommt ihr jetzt die Perspektiven des Buddys geschenkt und startet so gestärkt in das Jahr 2022.

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Agenda

Check-in (5 Minuten)

Guter Start ins Jahr 2022 (30 min)

Selbstführung in stressigen Zeiten (15min)

Reflektion der Buddy Dialoge (5 Min)

Check-out (5 Minuten)

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1. Check-in

Jeder Buddy-Dialog startet mit einem 5-minütigen Check-in.

Check-in Frage(n):

Denkt euch heute selbst eine passende Check-in Frage für den Buddy-Dialog aus

Dauer: 5 min.

2. Guter Start ins Jahr 2022

Die Retro zu den zentralen Momenten in 2021 und dem persönlichen Lernen & Entwickeln daraus könnt ihr jetzt nutzen, um euch eine kraftvolle Startrampe für 2022 zu entwickeln.

Austausch mit dem Buddy

Zunächst stellt Buddy A seine ‚zentralen Momente‘ vor und erläutert kurz, welche Bedeutung diese Situationen für ihn persönlich – auch im Blick auf das gesamte Jahr 2021 – haben.

Anschließend geht er die jeweiligen Erkenntnisse zu den Retro-Fragen durch. Buddy B hört aktiv zu und stellt ausschließlich Verständnisfragen.
Im gemeinsamen Dialog würdigen beide den Kraftaufwand und die persönliche Entwicklung, die mit den Herausforderungen verbunden waren.

Folgende Forschungsfragen sind hilfreich:

  • Gab es Ähnlichkeiten zwischen den Situationen?
  • Welche Verbindungen gibt es?
  • In welcher Weise kann dieses Lernen & Entwickeln eine gute Vorbereitung für 2022 sein?

Buddy A hält für sich wichtige Erkenntnisse fest.

Dann Wechsel.

Dauer: 15 min. pro Buddy

 

3. Selbstführung in stressigen Zeiten

In der Leadership Expedition tauchte ein Begriff immer wieder auf: der Umgang mit der Komplexität. Die Auseinandersetzung mit den verschiedenen Themenfeldern in der Leadership Expedition und das Üben neuer Verhaltensweisen sollte euch helfen, sich weniger machtlos im Angesicht der Komplexität zu fühlen. Doch die Kehrseite der Komplexität, die Überforderung ist nicht über Nacht verschwunden.

Nutzt euch als Buddys, um euch zu eurem Stresslevel, eurem Umgang damit auszutauschen und gegenseitig zu unterstützen.

Ein Arbeitsblatt für diese Übung steht im Content Pool zur Verfügung.

Individueller Einstieg im Buddy-Dialog

Jeder Buddy zeichnet ein großes Fass auf ein DINA4 Blatt und markiert mit einer Linie den aktuellen Stresspegel als Füllstand des Fasses.

Notiert, was euch kurzfristig hilft, den Stresslevel zu reduzieren (kleiner Hahn unten am Fass) und, was häufige Anlässe (Stressoren) sind, die das Fass immer wieder aufs Neue anfüllen.

Austausch mit dem Buddy

Stellt euch eure Stressfässer gegenseitig vor und tauscht euch hierzu aus. Ergänzt auf Basis des Dialoges eure Notizen zu eurem Umgang mit Stress.

Nutzt die verbliebene Zeit, um zu identifizieren, wie ihr nachhaltig dafür sorgen könnt, dass entweder sich weniger ‚Stress‘ im Fass ansammelt oder euer Stress systematischer ‚abfließt‘.

Als Buddys unterstützt ihr euch gegenseitig darin, echte Nachhaltigkeit zu etablieren und entlarvt Quickfix-Lösungen als solche.


Dauer: 15 min.

 

4. Reflektion der Buddy Dialoge

Im Verlauf der Buddy Dialoge sind die Themen immer persönlicher geworden. Spürt in euch hinein, wo steht ihr heute im Bezug auf Besprechbarkeit?
Tauscht euch aus, was euch in den letzten Monaten geholfen hat, miteinander in immer mehr Besprechbarkeit zu kommen.
Was benötigt jeder Buddy, um für sich in den nächsten Level der Besprechbarkeit zu kommen?
Gibt es eine Grenze, die ihr im beruflichen Kontext nicht überschreiten wollt/werdet?

Dauer: 5 min.

 

5. Check-out

Wofür bin ich meinem Buddy dankbar?

Dauer: 5 min.

Es gibt viele Mythen, die agiles Arbeiten betreffen.
Ein Mythos dominiert jedoch: Agiles Arbeiten ist nicht anstrengend, sondern immer spaßig, lustig und harmonisch … Natürlich darf der obligatorische Tischkicker nicht fehlen.

Was sind eure ersten Gedanken und Reaktionen zu dem Begriff?

Für uns bedeutet agil zu arbeiten immer in Bewegungen bleiben, um sich auf immer neue Rahmenbedingungen einlassen zu können.
Was braucht es dafür?

Agile Organisation leben stetige Veränderung. Und Veränderung und Transformation sind anstrengend. Konflikten nicht aus dem Weg zu gehen und Spannungen aufzulösen erfordert Überwindung. Das fühlt sich zunächst selten gut an.

Was für uns nicht anstrengend ist: jeden Tag gemeinsam mit Menschen zu wirken, die sich immer wieder darauf einlassen, Spannungen zu lösen, Gewohnheiten kritisch zu hinterfragen und die Elefanten im Raum anzusprechen, denn nur dann entsteht etwas wirklich Wertvolles.

Wir sagen daher: Agiles Arbeiten ist anstrengend. Wie gehst du mit den Herausforderungen des agilen Arbeitens um?

#vorsprungatwork #mythbusters #agil #transformation #agilesarbeiten #newwork

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New Work – Wir lesen und hören dieses Buzzword überall: Ob hier auf LinkedIn oder im Gespräch mit Kunden, die sich mehr davon wünschen.

Doch was ist New Work überhaupt? Scrum, Kanban Boards, Design Thinking und Co.? Oder gehört neben neuen Methoden und Tools noch mehr dazu?

Für uns bedeutet New Work eine gänzlich andere Haltung zur Arbeit: Führungskräfte und Mitarbeitende gehen über Symptome hinaus an echte Ursachen von Problemen. Und das mit dem Personenkreis, der täglich mit den Problemen zu tun hat, um so auf passgenaue Lösungsideen zu stoßen.

Wie verstehst du New Work? Wie lebt ihr New Work in eurer Organisation?

#vorsprungatwork #mythbusters #agil #transformation #newwork

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Wenn sich Unternehmen im Sinne einer Transformation wirklich tiefgreifend verändern wollen, braucht es ein neues Verständnis von Veränderung. Das bedeutet für uns:

Weniger Veränderung IM bestehenden Organisationssystem und mehr Veränderung AM Organisationssystem.

Weniger Planen, Kontrollieren und Steuern von Veränderung und mehr Raum für das Entstehen lassen von Veränderung.

Weniger einen statischen Zustand A in einen statischen Zustand B überführen und mehr Veränderung als natürlichen, niemals endenden Prozess sehen.

Wer diese Perspektiven einnimmt, fragt nicht mehr nach dem Ende der Transformation, sondern nach dem Ende des Stillstands.

Die schlechte Nachricht:
Transformation bedeutet entgegen der Spielregeln des bestehenden Systems zu handeln. Und das erfordert jede Menge Entschiedenheit, Mut und Vertrauen.

Die gute Nachricht:
Entschieden, mutig und vertrauensvoll neue Wege zu gehen fördert gleichzeitig Entschiedenheit, Mut und Vertrauen in der Organisation.

Ist Veränderung für dein Unternehmen ein notwendiges Übel oder Ausdruck der unternehmenseigenen Lebendigkeit?

Bist du bereit entschieden voranzuschreiten?

#vorsprungatwork #mythbusters #agil #transformation #change #newwork

 

Niemand will heute noch im klassischen Sinne lernen: das ist langweilig, anstrengend und vor allem zeitraubend! Nicht zu lernen kann sich heute allerdings niemand mehr leisten, denn die Welt ändert sich schneller als je zuvor.

Kennst du das Gefühl, wenn du alte Jugendfreunde triffst und du sofort wieder in die Rolle von früher schlüpfst?
So ähnlich ist das oft auch im Seminarraum bei Führungskräftetrainings und anderen Personalentwicklungsmaßnahmen.
Die Muster der vergangenen Schulzeit werden aktiviert und es finden sich LehrerInnen samt Schulklasse in einer Dynamik, die beide Seiten unzufrieden stimmen.

Das Ergebnis: Unmotivierte TeilnehmerInnen in Konsumhaltung und TrainerInnen, die zu viel Raum einnehmen, um Stoff durchzubringen, der am eigentlichen Bedarf vorbeigeht.

Sieht so Lernen im 21. Jahrhundert aus?

Wir glauben daran, dass Lernen ni