Fokus auf Wirksamkeit

Es gibt viele schlaue Time Management Instrumente und Ratgeber.
Warum sind die Kalender trotzdem so voll? Warum sind so viele Menschen zu sehr im Hamsterrad, als dass sie mit ihrer ganzen Aufmerksamkeit an Besprechungen teilnehmen könnten?

Eine Erklärung ist, dass ein voller Kalender zum Statussymbol mutiert ist. Wer in vielen Projekten einbezogen wird, ist offensichtlich ein ‚gefragter Experte‘, ‚unverzichtbar‘ und wohl auch ‚Höchstleister‘.
Wir sind darin trainiert, es irgendwie möglich zu machen, Kollegen und ihre Projekte mit unseren Beiträgen zu unterstützen – für den Erfolg der Gemeinschaft, für den Beitrag zum Kunden.
Es fehlt der innere Kompass für Fokus und Wirksamkeit.

Der Impuls heute ist ab hier ausschließlich ein Handlungsimpuls.
Ab morgen nehmt ihr euch jeden Tag nur 10 Minuten, eure 3 Topthemen zu betrachten.

Wofür?
Mit dem Muskel der Wirksamkeit ist es wie beim Zähneputzen. Die beste Zahnputzmethode, die bestbewertete Zahnbürste und Zahnpasta bringen nichts ohne feste Zahnputzroutine. Es sind die 3  Minuten jeden Morgen und Abend, die langfristig den Erfolg sichern. Eine kontinuierliche und regelmäßige Routine in der Reflexion unserer Aufgaben und des damit verbundenen Zeit- und Energieeinsatzes ist nicht nur essenziell im Sinne der persönlichen Wirksamkeit, sondern schützt zudem vor einem Selbstbetrug des ‚oh so wichtig seins‘ oder des FOMO (fear of missing out).
Lasst es zu eurer zweiten Natur werden, sich zu fragen: Warum/wofür bin ich hier? Ist es ein angemessener Aufwand?
Es stellt sich mit der Zeit wie von selbst eine Fokussierung auf das wirklich Wichtige und Dringliche ein, eine effektivere und auch effizientere Nutzung der Zeit.

Hierfür müsst ihr nicht alle eure Projekte betrachten, jeden einzelnen Termin. Es ist die Wiederholung und die Konzentration im Tun, die zum Erfolg führt.

 

Was und wie?

Hier ist unser Vorschlag für eure Reflexion: Wir haben euch ein Arbeitsblatt erstellt, das ihr für jeden Tag ausfüllen könnt, in Papierform oder direkt am Rechner. Tragt es mit euch und nutzt es zur Erinnerung.

 

1. Meine Top 3 Projekte / Themen / Aufgaben heute

Projekt / Thema / Aufgabe

Warum braucht es dieses Projekt / Thema /Aufgabe?

1)

 

2)

 

3)

 

 

2. Mein Beitrag

 

Was ist mein wichtigster Beitrag für den Projektfortschritt auf der Ergebnisebene? Worin liegt mein konkreter Beitrag zum Was?

Was ist mein wichtigster Beitrag für das Projekt auf der Zusammenarbeits- oder Prozessebene? Worin liegt mein konkreter Beitrag zum Wie?

1

  

2

  

3

  

 

3. Mein Aufwand

 

Was ist mein aktueller Aufwand? Wie lässt sich dieser ggf. anpassen?

1

 

2

 

3

 

 

Fallbeispiel:

1. Meine Top 3 Projekte / Themen / Aufgaben heute

Projekt / Thema / Aufgabe

Warum braucht es dieses Projekt / Thema /Aufgabe?

1) Vorbereitung Geschäftsplan 2022

Schafft Ausrichtung und Struktur für das kommende Geschäftsjahr, Basis für weitere Planung

2) Krisenkommunikation finalisieren

Kunden erleben elobau als zuverlässigen Lieferanten

3) Personalentscheidung zu Frau Müller

Mit einer Entscheidung Klarheit in der Organisation schaffen

 

2. Mein Beitrag

 

Was ist mein wichtigster Beitrag für den Projektfortschritt auf der Ergebnisebene? Worin liegt mein konkreter Beitrag zum Was?

Was ist mein wichtigster Beitrag für das Projekt auf der Zusammenarbeits- oder Prozessebene? Worin liegt mein konkreter Beitrag zum Wie?

1

Es braucht mich, weil ich den besten Überblick über die Zahlen, Daten, Fakten habe

Es braucht mich, weil wir wieder in ein Lamentieren kommen könnten und ich dann durch Entschiedenheit für Fortschritt sorgen kann

2

Wenn ich etwas unterzeichnen soll, dann will ich in der Finalisierung involviert sein.

Kein Beitrag.

3

Ich kenne beide betroffenen Bereiche und habe Ideen zu Win-Win Lösungen

Die Gemengelage erfordert es, dass ich ab und zu die Wogen glätte.

 

3. Mein Aufwand

 

Was ist mein aktueller Aufwand? Wie lässt sich dieser ggf. anpassen?

1

Ich habe dafür einen Blocker von einer Stunde im Kalender. Den muss ich unbedingt verteidigen, bestenfalls kriege ich den Termin im Anschluss noch aus dem Kalender raus.

2

Steht nicht im Kalender, ich blocke eine halbe Stunde, um den aktuellen Text durchzulesen und entscheide dann, wieviel Zeit wir für eine Durchsprache ansetzen sollten

3

Ich habe zwei Termine dazu im Kalender von jeweils einer halben Stunde. Das erscheint angemessen. Falls die Termine wieder zu massiven Spannungen führen, dann wird mich das zusätzliche Energie kosten – die so im Kalender nicht eingetragen ist.

Mit geringfügigen Anpassungen lässt sich die Reflexion auf vielfältige Situationen in deinem Leben anwenden.

Übertrag zur Leadership Expedition

 

1. Was sind in meinen Augen die Top 3 Inhalte oder Kompetenzen für eine Führungskraft bei elobau?

Was sind die Top 3, die ich besser verstehen / anwenden / oder andere darin befähigen können möchte?

2. Mein Beitrag, damit ich die Top 3 Inhalte oder Kompetenzen besser verstehe / anwende/ oder andere darin befähigen kann.

Mein Beitrag, um im gemeinsamen Lernen besser zu werden.

3. Was ist mein Aufwand hierfür? Wie lässt sich dieser ggf. anpassen?

Handlungsimpuls

Wir haben euch ein Arbeitsblatt mit dem Namen „Fokus auf Wirksamkeit – Meine Top 3“ erstellt (siehe Content Pool).
Druckt euch das Blatt aus und füllt es eine Woche lang jeden Morgen aus. Tragt es anschließend den ganzen Tag mit euch und nutzt es zur Erinnerung.
Macht einen ‘Vorher’-‘Nachher’-Vergleich und teilt eure EEEs mit euren Kollegen.
Idealer Startpunkt: Montag, der 29.11.

Wir stehen mutigen und entschiedenen Führungspersönlichkeiten zur Seite.

Persönlich: Hier steht die persönliche Entwicklung als Führungskraft im Mittelpunkt. Themen sind beispielsweise das Einfinden und Wirksamwerden in veränderten Rollen oder die​ Reflektion individueller Bedürfnisse und Stärken im Abgleich mit unternehmerischen Leitbildern und dem übergeordneten Unternehmenszweck.

Fachlich: Hier stehen wir Entscheidern als fachliche Sparringspartner bei Seite. Die Themen reichen von der Erarbeitung​ und Reflektion organisationaler Rahmenbedingungen bis hin zur fachlichen Begleitung der Führungsarbeit in Entscheidungs- und Führungsgremien.

Machen Purpose-Workshops Sinn?

Spätestens seit Simon Sinek starten wir alle mit dem WARUM. Ganze Organisationen haben sich seitdem auf die Suche nach ihrem Sinn und Zweck gemacht. Ist dieser einmal gegriffen und formuliert, folgt schnell der Wunsch nach dessen Akzeptanz und Verbreitung in den Köpfen aller Führungskräfte und Mitarbeitenden.

Doch wie gelangt der Purpose in die genannten Köpfe? Durch Trainings oder Schulungen? Durch Zielvereinbarungen? Durch Feedbacks und Coachings? Wohl eher kaum. Und ist das überhaupt Sinn der Sache mit dem WHY?

Weil wir alle selbstbestimmt und eigenverantwortlich sind, kann (auch wenn man das wollte) niemand anderes entscheiden, was wir akzeptieren und auch im Handeln einsetzen. Das wäre in etwa so absurd wie zu wollen, dass die Lieblingsfarbe aller Mitarbeitenden von VORSPRUNGatwork Rot sei. Es bleibt immer die Entscheidung eines jeden Einzelnen, ob er Impulse und Antwortmöglichkeiten von anderen annimmt oder nicht.

Deshalb kann es auch nicht das Ziel von Führung sein, Menschen zu steuern und sie danach zu prüfen, ob sie das Purpose-Statement auswendig aufsagen können.

Aufgabe von Führung kann aber sein, Rahmenbedingungen zu schaffen und Orientierung so zu ermöglichen, dass Führungskräfte und Mitarbeitende sich selbst bestmöglich am Unternehmenszweck ausrichten wollen und können.

Hierzu gehören auch Räume, in denen individuelle Antworten auf das Warum mit dem kollektiven Zweck der Organisation in Verbindung gebracht und reflektiert werden können und Diskrepanzen sichtbar gemacht und besprochen werden können.

Wie sinnvoll geht dein Unternehmen mit dem Thema „Purpose“ um?

#mythbuster #agile #purpose #why #sinn #newwork #vorsprungatwork

Hier geht’s zum Post >>

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