Agilität in 5 Minuten

Kerngedanken zur Agilität in 5 min

Urknall: 13 500 000 000 Jahre
Organismen:
3 800 000 000 Jahre
menschenähnliche Tiere:
2 500 000 000 Jahre
Homo Sapiens:
300 000 Jahre
Feuer und warmes Essen:
300 000 Jahre
Spracherwerb:
150 000 Jahre
kognitive Revolution:
70 000 Jahre
landwirtschaftliche Revolution:
12 000 Jahre
wissenschaftliche Revolution:
500 Jahre
Taylorismus:
120 Jahre
Agiles Manifest:
19 Jahre
(Quellen: Eine kurze Geschichte der Menschheit, Yuval Noah Harari; Wikipedia)


Das wir so viel, so oft, so kontrovers über New Work, agiles Arbeiten und all die damit verbundenen Schlagworte diskutieren, hat sehr junge Ursprünge einerseits – und ist andererseits vielleicht doch nichts anderes als das sich besinnen auf das, was den Menschen in seiner Geschichte ausgemacht hat und ausmacht.
Spätestens mit Beginn der kognitiven Revolution hat sich der Homo Sapiens als der eindeutige Herrscher alle Ressourcen der Erde untertan gemacht.
In den letzten Jahrzehnten mehr als in etlichen Jahrhunderten davor zusammen. Laut „Living Planet Report“ des WWF hat die Menschheit z.B. 60% aller Säugetiere, Vögel, Fische und Reptilien ausgerottet. Anderer Ressourcenverbrauch befördert den Klimawandel. Globalisierung und Digitalisierung erfüllen viele Menschen mit Zuversicht, andere mit Angst.
Der Kondratjew Zyklus (siehe Wikipedia) beschreibt dabei sehr eingängig, wie gerade in den letzten 150 Jahren die grundlegenden technischen Innovationen die Welt in Bewegung versetzt haben.
Zu Beginn des letzten Jahrhunderts begannen damit Massenproduktionen vieler Güter, die augenscheinlich zum Nutzen aller Menschen beigetragen haben, leicht abzulesen an dem Konsumverhalten in fast allen Ländern dieser Erde.
Für die entstehenden Fabriken brauchte es Menschen, die die Arbeit verrichteten. Frederic Taylor schaffte es auf wissenschaftlicher Basis, Denken und Handeln im Management strikt zu trennen, und für die Menschen im handelnden Bereich die Arbeitsschritte so weit kleinteilig herunter zu brechen, dass Tausende ungebildeter Menschen – Schulbildung war ein Privileg der Eliten – ,die von der Armut getrieben, vom Land in die Städte strömten, in Lohn und Brot kamen. Unabhängig von den Arbeitsbedingungen entstand aus der damaligen Sicht ein Minimum an Wohlstand.
Allerdings wurde auch schnell ein deutlicher Mangel klar. Das zugrunde gelegte mechanistische Menschenbild ging nicht auf. Henry Ford wird das sinngemäße Zitat nachgesagt: ich liebe die Hände meiner Arbeiter, wenn sie doch ihre Köpfe zu Hause lassen würden.
Motivations- und Führungstheorien entstanden, um die Menschen bei der Stange zu halten. Arbeitsverträge wurden angereichert mit Privilegien, Bonifizierungen, Akkordlöhnen, Incentives; Mitarbeiter wurden im Wettbewerb gegeneinander ausgespielt – im Mittelpunkt stand, dass die im Stellenprofil verlangten Arbeitsschritte 1:1 ausgeführt wurden. Das Verhalten sowohl bei den Denkenden als auch bei den Handelnden konzentrierte sich an erster Stelle darauf, im System nicht aufzufallen, Karriere zu machen durch angepasstes Verhalten und möglichst viele der Belohnungen einzusammeln. Keinem der Mitarbeiter ist daraus ein Vorwurf zu machen – es wurde ja nur die entstandene Kultur bedient. Die Handelnden gegenüber den Denkenden, die Denkenden gegenüber den investierenden Kapitalgebern.
In der zweiten Hälfte des letzten Jahrhunderts geschah etwas Wesentliches. Zum einen waren die Massenmärkte langsam gesättigt, Marktvorteile durch -erweiterung stoppten. Des Weiteren stieg der Zugang zur Bildung deutlich, die Kaste der Denkenden vermehrte sich immens, zudem begann Schritt für Schritt die Digitalisierung, damit stieg die Individualisierung – auch der Kundenwünsche. Und damit stieg der Innovationsdruck.
Plötzlich waren kleine, innovative Unternehmen kundennäher und schneller.

Was bedeutet das mit Blick auf die bestehenden Unternehmen, deren soziale Systeme davon geprägt sind, sich selbst zu erhalten, den gewohnten Weg weiter zu gehen, die erarbeiteten Privilegien zu erhalten?
Kulturwandel, Change im klassischen Organisationsverständnis helfen nicht weiter. Es braucht die gesamten Potenziale aller Mitarbeiter*innen einer Organisation, um sich den Herausforderungen zu stellen. Die besten Berater eines Unternehmens sind die eigenen Mitarbeiter. Dazu muss aber Vertrauen wiederhergestellt werden. Die oben beschriebenen jahrzehntelangen Konditionierungen haben viele Türen zu diesen Potenzialen versperrt.
Ein wesentlicher Schlüssel, sie wieder zu öffnen, kann der Blick auf eine der Motivationstheorien sein, die in den 60er Jahren entstanden ist, die Theorie vom x/y Menschenbild von Douglas McGregor.
Wer sich konsequent beim Umgang mit seinem Gegenüber an diesem Menschenbild ausrichtet, wird erstaunt sein, welche Türen sich in der Potenzialentfaltung öffnen.
Daraus kann eine Perlenkette zur Transformation entstehen:
Wenn Führungskräfte und Mitarbeiter aus dem Y-Menschenbild heraus über Symptome hinaus an echte Ursachen von Problemen in Unternehmen herangehen, und das mit dem Personenkreis, der täglich mit den Problemen zu tun hat, werden sie auf neue Lösungsideen stoßen. Das kann sein, dass einfach verstecktes Wissen für komplizierte Vorgänge aufgedeckt und zugänglich gemacht werden muss; und es kann sein, dass kreativ und innovativ ganz neue Ideen produziert werden, um im Markt und nah am Kunden zu sein. Lösungsansätze werden in kleinen Schritten iterativ verprobt – und schon ist man mitten drin in agilen Arbeitsweisen, was Menschen wahrscheinlich schon vor Urzeiten gemacht haben, wenn sie neues Werkzeug ausprobierten.
Was die größere Tiefe der Transformation ausmacht: wenn in einem Unternehmen ablesbar ist, dass Menschen im Vertrauen zueinander wieder in diese Arbeitsweisen des miteinander-füreinander kommen, daraus also eine neue Kultur geworden ist, dann werden Unternehmen reaktionsschneller gegenüber Überraschungen – und hoffentlich auch mutiger im Umgang mit den Herausforderungen unserer Zeit – unseren Planeten auch für zukünftige Generationen zu erhalten.

Ist moderne Führung das Gegenteil des noch heute in der Breite vorherrschenden Top-Down Managements? Also weniger Planung, Steuerung und Kontrolle – Dafür freier, agiler und selbstbestimmter? Ja, äähh nein, ich mein jein!

Klassische Führung = Steuern. New Leadership = Laufen lassen.
In unseren Leadership Workshops stoßen wir immer wieder auf dieses Missverständnis.

Wir glauben, dass es bei New Leadership keinesfalls darum geht, Steuerung oder Kontrolle abzuschaffen. Vielmehr geht es darum, Steuerung und Kontrolle maximal effizient und effektiv im Sinne des Unternehmenszwecks einzusetzen. Sich von Kontrollillusionen zu befreien und echte Steuerung zu ermöglichen.

Und das kann durchaus bedeuten, auf das ein oder andere Steuerungsinstrument zu verzichten, um dafür mehr Eigenverantwortung und -steuerung im Team zu fördern. Kontrolle durch eine Führungskraft kann so beispielsweise ersetzt werden, durch Kontrolle, die sich eine soziale Gruppe selbst auferlegt. Kontrolle wird hier nicht abgeschafft, sondern anders mit Leben gefüllt.

New Leadership ist demnach für uns keine Frage des OB, sondern des WIE und WANN wir planen, steuern und kontrollieren. Denn seien wir ehrlich: Die heutigen Herausforderungen sind so komplex und vielschichtig, dass sie niemals auch nur im Ansatz durch den einen dogmatischen Führungsstil bewältigt werden könnten.

Wir sind uns daher sicher:
New Leadership ist kein Führungsstil.
New Leadership ist das „sich frei machen“ von Führungsdogmen.
New Leadership sorgt dafür, dass jeder Mensch im Unternehmen zu jeder Zeit folgende Frage für sich beantworten kann: Warum und Wofür tue ich mit Wem, Was, Wie und Womit?

Was verstehst du unter New Leadership?
Welches Führungsverständnis gibt dir und deiner Organisation Orientierung?

#leadership #mythbuster #führung #management #newleadership #newwork #selbstorganisation

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Wir freuen uns auf dich!

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Fragt der Vorgesetzte den Mitarbeitenden: Darf ich dir kurz Feedback geben?
Sagt der Mitarbeitende zum Vorgesetzten: Klar, Feedback ist das Frühstück der Champions!

Der Vorhang schließt sich und das Publikum applaudiert. Ganz großes Business-Kino.

Im heutigen #Mythbuster werfen wir einen Blick hinter die Feedback-Kulissen.
Dies ist besonders im agilen Kontext relevant, denn agiles Arbeiten macht dann Sinn, wenn die zu lösenden Probleme komplex sind und einer hohen Veränderungsdynamik unterliegen.

• Dort, wo die Gesamtleistung mehr sein sollte als die Summe der Einzelleistungen.

• Dort, wo Gefälligkeit und soziale Erwünschtheit Gift für den Prozess sind.

• Dort, wo Diversität und Perspektivenvielfalt notwendige Voraussetzungen für Erfolg sind.

• Dort, wo überlegenes Wissen nicht das Ergebnis bestimmen kann.

• Dort, wo Arbeiten und Lernen immer mehr zu Einem werden.

Ja, dort muss sich auch traditionelles Feedback einer Veränderung unterziehen. Denn wenn Unterschiedlichkeit und gar “Störungen” förderlich für den agilen Prozess sein können und es keine objektiven individuellen Bewertungsmaßstäbe mehr geben kann, worauf kann und darf sich individuelles Feedback dann noch beziehen?

Wir glauben daran, dass institutionalisiertes Feedback in Form von formalisierten Mitarbeitergesprächen oder 360° Feedbacks aufgrund der in vielen Arbeitssettings vorhandenen Komplexität und Dynamik immer öfter schädlich oder gar konfliktfördernd sind.

Deswegen verzichten wir jedoch nicht auf Feedback, sondern machen es zu einem ebenso lebendigen und natürlichen Teil unserer Arbeit. Wie das aussieht?

• Immer subjektiv

• In der Regel nach Bedarf und nicht nach Vorschrift

• Zumeist in 3er Konstellationen oder im Team

• Stets bezogen auf das Zusammenwirken und nicht auf Einzelpersonen

• Niemals um Schuldige zu suchen oder Helden zu küren

Was macht Feedback für dich sinnvoll und wirksam?

 

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Die Welt ist im Methoden-Wahn. In keinem Meeting oder Workshop dürfen sie fehlen. Ob #Designthinking#Scrum oder #OKR – wenn du keine nutzt, dann bist du nicht innovativ.

Daher: Welche Methoden nutzt du und weißt du auch wirklich, warum?

Benutzt du eine bestimmte Methode, um dadurch zu einer besseren Lösung für dich und dein Team zu kommen?

Oder weil es einfach so gemacht wird und gerade hip ist?

Ist die Methode noch dein Tool, das du dir zum Nutzen machst und aus deinem Werkzeugkasten holst, wann immer du sie brauchst?

Oder bestimmt die Methode schon dich?

Wir glauben, dass viele sich genau diese Fragen nicht oft genug stellen und daher oft vergessen, warum und wofür eine bestimmte Methode in einem bestimmten Moment sinnvoll und wirksam ist.

Wenn wir Methoden als unsere Werkzeuge betrachten, dann sind wir die Intervention – nicht die Methode.

Beschränken agile Methoden agiles Arbeiten?

Welche Freiheiten bestehen in deiner Organisation, um Methoden und Tools individuell anzuwenden?

#vorsprungatwork #mythbusters #agil #transformation #newwork

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„Was machen wir dieses Jahr zur Teamentwicklung? Hochseilgarten oder doch lieber Escape Room?“

Versteht uns nicht falsch, Aktivitäten außerhalb des Organisationsalltags sind super, nur erfüllen sie nicht den so oft damit verknüpften Wunsch nach mehr Verbundenheit oder Leistungsfähigkeit im Team.

Für uns ist Teamentwicklung keine Maßnahme, sondern Daily Business.

Hast du schon mal darüber nachgedacht, wie es wäre, wenn Teamentwicklung nicht als singuläres Event, sondern als tägliche Arbeit begriffen würde?

Sprich, die kontinuierliche Arbeit an genau den Rahmenbedingungen, die das Zusammenwirken im Team beeinflussen:

• Das permanente Schaffen und Pflegen einer kraftvollen Identität und einer damit verbundenen Ausrichtung?

• Das kontinuierliche Gestalten von Strukturen und Aufgaben, die zum Einbringen individueller Potenziale einladen? Der bewusste Gebrauch von Methoden, Prozessen und Arbeitsumgebungen, die in eine hybride und vernetzte Welt passen?

Teams entwickeln sich immer und überall. Die täglichen Herausforderungen in der Leistungserbringung bieten unzählige Gelegenheiten dafür.

Die Frage ist: Wird die Entwicklung zugelassen oder blockiert?

Oder anders ausgedrückt: Ist der Hochseilgarten Kompensation oder Ergänzung?

Welchem Raum wollt ihr als Team tatsächlich entkommen?

#newwork #mythbuster #vorsprungatwork #teamentwicklung #organisationsentwicklung #transformation

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New Work – Wir lesen und hören dieses Buzzword überall: Ob hier auf LinkedIn oder im Gespräch mit Kunden, die sich mehr davon wünschen.

Doch was ist New Work überhaupt? Scrum, Kanban Boards, Design Thinking und Co.? Oder gehört neben neuen Methoden und Tools noch mehr dazu?

Für uns bedeutet New Work eine gänzlich andere Haltung zur Arbeit: Führungskräfte und Mitarbeitende gehen über Symptome hinaus an echte Ursachen von Problemen. Und das mit dem Personenkreis, der täglich mit den Problemen zu tun hat, um so auf passgenaue Lösungsideen zu stoßen.

Wie verstehst du New Work? Wie lebt ihr New Work in eurer Organisation?

#vorsprungatwork #mythbusters #agil #transformation #newwork

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Wenn sich Unternehmen im Sinne einer Transformation wirklich tiefgreifend verändern wollen, braucht es ein neues Verständnis von Veränderung. Das bedeutet für uns:

Weniger Veränderung IM bestehenden Organisationssystem und mehr Veränderung AM Organisationssystem.

Weniger Planen, Kontrollieren und Steuern von Veränderung und mehr Raum für das Entstehen lassen von Veränderung.

Weniger einen statischen Zustand A in einen statischen Zustand B überführen und mehr Veränderung als natürlichen, niemals endenden Prozess sehen.

Wer diese Perspektiven einnimmt, fragt nicht mehr nach dem Ende der Transformation, sondern nach dem Ende des Stillstands.

Die schlechte Nachricht:
Transformation bedeutet entgegen der Spielregeln des bestehenden Systems zu handeln. Und das erfordert jede Menge Entschiedenheit, Mut und Vertrauen.

Die gute Nachricht:
Entschieden, mutig und vertrauensvoll neue Wege zu gehen fördert gleichzeitig Entschiedenheit, Mut und Vertrauen in der Organisation.

Ist Veränderung für dein Unternehmen ein notwendiges Übel oder Ausdruck der unternehmenseigenen Lebendigkeit?

Bist du bereit entschieden voranzuschreiten?

#vorsprungatwork #mythbusters #agil #transformation #change #newwork

 

Niemand will heute noch im klassischen Sinne lernen: das ist langweilig, anstrengend und vor allem zeitraubend! Nicht zu lernen kann sich heute allerdings niemand mehr leisten, denn die Welt ändert sich schneller als je zuvor.

Kennst du das Gefühl, wenn du alte Jugendfreunde triffst und du sofort wieder in die Rolle von früher schlüpfst?
So ähnlich ist das oft auch im Seminarraum bei Führungskräftetrainings und anderen Personalentwicklungsmaßnahmen.
Die Muster der vergangenen Schulzeit werden aktiviert und es finden sich LehrerInnen samt Schulklasse in einer Dynamik, die beide Seiten unzufrieden stimmen.

Das Ergebnis: Unmotivierte TeilnehmerInnen in Konsumhaltung und TrainerInnen, die zu viel Raum einnehmen, um Stoff durchzubringen, der am eigentlichen Bedarf vorbeigeht.

Sieht so Lernen im 21. Jahrhundert aus?

Wir glauben daran, dass Lernen nicht nur im Seminarraum stattfindet, sondern in Arbeitsprozesse integriert werden muss.

Wir glauben daran, dass nicht die TrainerInnen den Lernprozess steuern, sondern die TeilnehmerInnen die eigentlichen LernexpertInnen sind.

Dafür braucht es einen Musterbruch auf Seiten der Personalentwicklung aber auch auf Seiten der Führungskräfte und Mitarbeitenden.

Wie fühlt sich Lernen bei euch im Unternehmen an?

Wer fühlt sich für individuelles und organisationales Lernen verantwortlich?

#newwork #transformation #newlearning #mythbusters #lernen #personalentwicklung

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Das Diversity-Rezept: Man mische Frauen mit Männern, jung mit alt und streue einen Mix aus Persönlichkeitsprofilen, sexueller Orientierung und nationaler Herkunft darüber. Warum daraus trotzdem oft nur Einheitsbrei entsteht:

Der homogene Anblick deutscher Führungsetagen lässt sich schon lange nicht mehr schönreden. Wir haben ein offensichtliches Diversitätsproblem.
Wir wissen auch, wenn wir die vielschichtigen Probleme und Herausforderungen der heutigen Zeit sinnvoll angehen wollen, brauchen wir ebenso vielschichtige Perspektiven, Ideen und Herangehensweisen. Denn: Die Lösung aus einem Blickwinkel heraus ist oft gleichzeitig das Problem der anderen Perspektive. Die Devise lautet also Gegensätze zunächst einmal zuzulassen, auszuhalten und dann wirksam zu integrieren.

Wo liegt nun die Herausforderung von Diversity Management?
Was auf dem Papier und auf Werbeprospekten heterogen aussieht, scheitert schnell an der Realität, wenn sich Menschen in Systemen bewegen, in denen sie sehr spezifischen Verhaltensanreizen ausgesetzt sind. Die Art und Weise, wie im Unternehmen Karriere gemacht wird oder Erfolg gemessen wird, hat dann eben schnell einen höheren Einfluss auf das Verhalten als die eigene Herkunft oder der Persönlichkeitstypus. „Systems eat personality for breakfast“, wenn man so will.

Für uns bedeutet Diversität das tatsächliche Offenlegen diverser, konfrontierender, systemirritierender und dadurch definitiv auch unbequemer Perspektiven.
Damit heterogen besetzte Teams dieses Potenzial auch wirklich entfalten können, braucht es mehr als nur Menschen unterschiedlichster Prägungen und Fähigkeiten.

Es braucht Rahmenbedingungen, in denen sich Menschen maximal von den Erwartungshaltungen, die mit der fachlichen Funktion aber auch dem jeweiligen Diversitätsmerkmal verbunden sind, freimachen können. Einen Raum, in dem Menschen mit Menschen für Menschen wirken können. Fehlen solche Rahmenbedingungen, verhalten sich auch divers besetzte Teams homogen.

Was meinst du:

Wie können wir Bedingungen schaffen, in denen Diversität zur natürlichen Konsequenz wird, statt zu versuchen sie künstlich zu managen?

Welche strukturellen Anreize müssen wir verändern, bzw. abschaffen, um die Unterschiedlichkeit von Menschen gedeihen zu lassen, statt sie wie bisher systematisch zu unterdrücken?

#vorsprungatwork #mythbuster #diversityandinclusion #innovation #systemchange #transformation

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Ist dein Unternehmen Sandhaufen oder Ameisenhaufen?

Viele Sandkörner ergeben einen Sandhaufen, das ist klar. So ein Sandhaufen weist auch Eigenschaften auf, die sich von den Eigenschaften eines einzelnen Sandkorns unterscheiden. Doch von Vernetzung würden wir in diesem Beispiel wohl eher nicht sprechen, oder?

Anders sieht es beim Ameisenhaufen aus. Hier entsteht durch das orchestrierte Zusammenwirken vieler Ameisen eine höhere Intelligenz, die bei weitem die Intelligenz einer einzelnen Ameise übersteigt. Von dieser höheren Fähigkeit profitiert das einzelne Tier, da sie ihren Fortbestand sichert.

Und so ein Ameisenhaufen kann noch mehr: Neben der Win-Win Situation im Inneren des Haufens erfüllt das Kollektiv zusätzlich einen wertvollen Beitrag im größeren Ökosystem. Es sorgt zum Beispiel dafür, dass liegende Baumstämme schneller verrotten und zu wertvoller Erde werden.

Ist ein solches nachhaltiges Wirtschaften nicht auch wünschenswert für unsere Unternehmenslandschaft? Die Frage ist selbstverständlich rhetorisch.

Was es dafür braucht? Mehr Ameisenhirne und weniger Sandsäcke.

Denn die Anzahl an Schnittstellen oder funktionsübergreifenden Meetings hat noch nichts mit Vernetzung zu tun.

Vernetzung ist lebendig und vollzieht sich selbstorganisiert, wenn für den einzelnen Akteur sinnvoll. Vernetzung heißt gemeinsam zu lernen und vertrauensvoll in Resonanz zu treten für einen gemeinschaftlichen Zweck.

Vernetzung ist kein Nebeneinander, sondern ein Miteinander-Füreinander.

Wie schätzt du den Vernetzungsgrad deiner Organisation ein?

#vorsprungatwork #mythbuster #newwork #agiletransformation #netzwerkorganisation #agilität

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