VORSPRUNG Hat Gewählt!

6. Februar 2019 // Lesezeit: 5 Minuten

Die Welt wartet auf den neuen 5G Standard im Mobilfunk - bei VORSPRUNGatwork ist 5G schon etabliert!
Ende 2017 hatten sich unsere drei Gründer und Geschäftsführer von VORSPRUNGatwork Gedanken gemacht, wie sie das weitere Wachstum des Unternehmens bewerkstelligen können. VORSPRUNG war schnell gewachsen – sowohl was die Anzahl und Verschiedenartigkeit der Kundenprojekte anbelangt, aber auch immer mehr Menschen hatten bei uns ihre berufliche Heimat gefunden. D.h., es waren immer mehr Aufgaben zu bewältigen, Entscheidungen zu treffen, die unterschiedlichsten Perspektiven zu berücksichtigen.  

Martin, Christian und Andreas kamen damals zu der Erkenntnis, dass sie auf Grund dieser gestiegenen Komplexität nicht mehr alles selbst im Blick haben und somit evtl. nicht die besten Entscheidungen treffen können. Daraus entsprang der Gedanke, den Kreis der Entscheider zu erweitern, dass von nun an die Gründer von weiteren drei Personen in der Leitung des Unternehmens unterstützt werden sollen. Diese Entscheidung war verbunden mit einer Idee:  

Sie wollten nicht selbst festlegen, wer dieses erweiterte Gremium sein sollte, sondern alle anderen VORSPRINGER entscheiden lassen, wer diese Aufgabe am besten wahrnehmen kann.  

So war vor einem Jahr die erste demokratische Wahl unserer erweiterten Geschäftsleitung entstanden, an der sich jede/r VORSPRINGER mit 3 Stimmen beteiligen durfte. 

Damals hatten wir uns das Ziel gesetzt, nach einem Jahr Bilanz zu ziehen. Wir wollten selbst lernen: was funktioniert, was funktioniert nicht. Und die Organisation musste sich mit dieser neuen Entscheiderstruktur auch erst anfreunden. So hinterfragten wir die Arbeit unserer erweiterten Geschäftsleitung: 

  • Was macht ihr eigentlich? 
  • Wofür seid ihr eigentlich da? 
  • Macht ihr das richtig? 

Beim diesjährigen Strategie-Meeting berichtete das Leitungsteam von ihren Erfahrungen, Erlebnissen und den Ereignissen aus dem letzten Jahr. Es wurde deutlich, dass sich auch dieses Team, wie jedes andere, finden musste und durch schwierige sowie weniger schwierige Zeiten ging.  

Anschließend an das Meeting wurden Nominierte für die diesjährige Wahl aufgestellt. Dann wurde zwei Tage lang gewählt. Am 19.Januar um 19:43 Uhr war es offiziell. Das alte 5G Team (unser fünfköpfiges Governance-Team) ist auch das neue: Jonathan, Susanne und David werden mit den beiden Gründern Andreas Loroch und Christian Kugelmeier die Leitung für 2019 übernehmen. Damit ist das Leitungsgremium, namentlich 5G, aus dem Jahr 2018 wiedergewählt worden. 

Lasst uns mal reinhören, was sie zu sagen haben:   

Susanne

„Mir ist klar geworden: Ich möchte diese Rolle ausfüllen und fülle sie auch mit großer Überzeugung aus. Die Wiederwahl ist für mich eine Bestätigung, dass andere das auch so sehen. Außerdem ist es eine Bestätigung, dass ich nicht “nur” vor 12 Monaten gewählt worden bin, sondern jetzt wieder. Die vielen Stimmen geben mir Kraft, dass ich da einen guten Job mache. 

Regelmäßig habe ich mich gefragt wie ich wirksam sein kann und ich habe erlebt, dass ich mich entwickelt habe und auch vorsprungseitig habe ich eine Entwicklung wahrgenommen.  

Als wichtig erachte ich die Haltung: Wo ist der Wachstumsschritt? Was fordert der von mir ab? Was braucht es da jetzt gerade? Mit dieser Haltung gehe ich auch da rein. Diese Gedanken beschäftigen mich auch, weil die gelebte Haltung bei VORSPRUNG ein zentrales Thema ist. 

Wenn wir jetzt ins fachliche reinkommen, dann werden wir im 5G nochmal stärker die Rollen ausfüllen. Auch innerhalb der Organisation können unsere Rollen dann stärker wahrgenommen werden.“ 

  

Christian 

„Als Gründer und Geschäftsführer ist das Leitungsgremium für mich ein wichtiges Instrument, Selbstführung erlebbar zu machen. Ich kann meine eigene beschränkte Welt und Steuerungssicht so um weitere Perspektiven bereichern.  

Ich hatte großes Vertrauen, dass gut gewählt wird. Dass die Organisation klug genug ist, zu wählen was für die Organisation richtig ist. 

Nächstes Jahr möchte ich mich auch persönlich zur Wahl stellen. Dadurch kann sich die Organisation selbst steuern lernen. Es bedarf dann nicht mehr an den Gründern als festgelegte Instanzen festzuhalten. Mein Fokus rückt so nach innen, die Organisation zu befähigen, es künftig selbst zu machen.  

Gerade in so einer jungen Unternehmensgeschichte hängt viel am Gründer. Doch die Organisation befähigt sich mehr und mehr, mir etwas Arbeiten abzunehmen, und in eine Reputationsgleichheit zu kommen. D.h. der Kunde erkennt, es stecken viele Befähigte dahinter und nicht nur ein Kugelmeier.“ 

  

David 

„Das letzte Jahr war herausfordernd, es war neu, es war fruchtbar, es war spannend, es war anstrengend. Es war persönliches Wachstum, da ich mich mit mehr Perspektiven und mehr Themen konfrontiert gesehen habe, z.B. waren für mich Personalfragen, Veranstaltungen, Schwerpunkte setzen, Standortwechsel besprechen, neu. 

Ich hatte großes Vertrauen in den Wahlprozess. Ich bin der Meinung, dass Menschen eigenverantwortliche Entscheidungen treffen können. D.h. eine Gruppe von Menschen kann Personen wählen, die bestimmte Schwerpunkte setzten kann und die gut für diese Gruppe sind.  

Ich war klar in dem Bewusstsein, dass ich bei keiner Wiederwahl auch zufrieden bin. Denn ich habe mir klar gemacht, dass dann jemand anderes wichtiger ist. 

Die Wiederwahl bedeutet für mich, dass Vertrauen da ist, dass ich das kann. Die Arbeit vom letzten Jahr kann weitergehen d.h. wir können in dem Team, das jetzt eingespielt ist, weiterarbeiten. 

Für die Zukunft habe ich mir vorgenommen, die Qualität meiner Arbeit weiter zu erhöhen. Dazu möchte ich weiter lernen, viel zuhören und verstehen, wie die anderen ticken. Und es ist mir wichtig, die Beweggründe meiner Entscheidungen besser darzustellen.“ 

  

Jonathan 

„Für mich war die Arbeit im letzten Jahr herausfordernd, etwas ganz Neues. Wir wussten nicht, wie wird es sich anfühlen, was ist unsere Aufgabe. Heute kann ich sagen, wir haben uns gut eingependelt und konnten die Diskussionen über unsere Themen bis in die Tiefe führen. 

Es war anstrengend, weil es viele neue Themen gab. Aber auch spannend, da ich dadurch viel über mich selbst, über VORSPRUNG gelernt habe. Aber auch darüber hinaus mich mit neuen Themen, wie z.B. Recht und Finanzen, beschäftigt habe.  

Ich erlebe immer mal wieder eine Art von Rollenkonflikt. Es ist ein Unterschied, ob ich in der BizDesign-Rolle oder in der 5G-Rolle bin. Die Rolle verändert, wie ich mich einbringe und wie ich wahrgenommen werde. 

Mit der Nominierung zur Wiederwahl gingen mir natürlich viele Gedanken durch den Kopf. Habe ich genug Zeit? Kriege ich das mit den anderen Dingen, die ich machen möchte hin? Habe ich genug Zeit für meine Masterarbeit und auch für diese Rolle?  

Aber auch: Bin ich der Richtige? Will ich das? Werde ich gewählt? Braucht es vielleicht noch andere Leute? Was passiert, wenn viele abgewählt werden oder extreme Ergebnisse bei der Wahl rauskommen? Wie würde sich das anfühlen? 

Die Wiederwahl ist für mich eine tolle Bestätigung und keine Selbstverständlichkeit. Ich freue mich, dass wir in der Konstellation zusammen sind und im eingespielten Team weiterarbeiten.  

In der Zukunft möchte ich noch konsequenter Themen nachverfolgen, dass Themen bis zum Ende geführt werden. Dabei möchte ich mehr Gesprächen mit den einzelnen Zellen führen, um daraus zu lernen, aber auch unsere Erkenntnisse zur Verfügung zu stellen.“ 

  

Andreas 

“Mir ging es vor, während und nach der Wahlperiode gut. Warum? Weil ich davon überzeugt bin, dass die Wahl des Leitungsgremiums richtig ist, und wir generell mit 5G das Richtige tun. 

Im Vorfeld zur Wahl diesen Jahres hatten wir überlegt, ob es sinnvoll ist, 5G nochmal zur Wahl zu stellen. Denn die Konstituierung unserer Zelle hat auch Zeit benötigt. Somit waren wir gerade erst auf 2/3 unseres Weges, um für das Unternehmen den besten Beitrag leisten zu können.  

Mit dem Ergebnis konnte ich gut leben. Andere Konstellationen wären für mich auch in Ordnung gewesen, da ich an die kollektive Intelligenz glaube. Und ich glaube an die Kultur und an das was an unsere Identität gerichtet ist. Diese machen die Identität von Vorsprung erlebbar.” 

Abschließen möchten wir mit einem kleinen Fazit.  

Es reicht nicht aus, ständig über selbstlernende Organisationen zu schreiben oder referieren. Es reicht nicht aus, die ständig steigende Komplexität zu benennen und dann doch an den alten Methoden und Strukturen festzukleben. 

Ja, die neuen Wege, um die Herausforderungen von heute und morgen zu bewältigen sind oft ungewöhnlich und unbekannt. Wir können aber nur durch ein Verlassen der ausgetretenen Wege neue Erkenntnisse und Erfahrungen sammeln. Nur wenn wir den Mut haben, Neues zu wagen, können wir auch Lernen. 

Eure Katharina & Günther 

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Günther Wagner

über den Autor
Er hat sich als New Work Philosoph und LinkedIn TopVoice einen Namen gemacht, der weite Kreise zieht. Bei VORSPRUNG sorgt er mit seinem Mix aus systemischem Wissen, beruflicher Erfahrung und einer einmaligen Gabe, die Emotion hinter dem Denken und Handeln sichtbar zu machen, für jede Menge Erkenntnisse und Erlebnisse. Auf seinem langen Weg nach Weinheim war er Offizier, Vertriebsmanager sowie Vorstand des Tsunami-Hilfswerks Human Helps Human

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Katharina Köhler

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Katharina ist für euch als Reporter im Unternehmen unterwegs. Neugierig schaut sie auf die Dinge, die im Unternehmen passieren, lässt sich von ihnen begeistern und sammelt Stimmen um es für die Leser erfahrbar zu machen.

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