Corona Business

Business in times of Corona: von Blinden zu Einäugigen.

Der Ausbruch des Coronavirus markierte eine Zäsur in unserem Zusammenleben. Von „neuer Normalität“ ist die Rede. Das, was lange Zeit auf Beraterfolien unter dem Stichwort VUCA glänzte, trifft uns jetzt alle hautnah und gleichzeitig. Dort wo sich unsere Umwelt stabil und beständig anfühlte, droht sie nun wie Sand in unseren Händen zu zerrinnen. Plötzlich ist es nicht mehr selbstverständlich morgens die Kinder in den Kindergarten zu bringen, ins Büro zu fahren, mit KollegInnen zum Mittagstisch zu gehen, sich die Hand zu geben oder einander ohne Mund-Nasen Bedeckung zu begegnen.

Selbstverständlichkeiten, denen man sich in der Regel nicht so sehr bewusst war, denn wie Flecken auf Brillengläsern blenden wir mit unserer Wahrnehmung solche Beständigkeiten irgendwann aus. Durch COVID-19 haben wir nun die Chance, die mit der Zeit angesammelten Flecken zu bereinigen und wieder ein Stückchen klarer zu sehen. Zücken wir also die Brillenputztücher…

 

Prognosen sagen die Vergangenheit voraus

„Bis hierher lief es doch super“. Einschneidende Maßnahmen zu treffen, trotz vergleichsweiser geringer Symptomlage kann bei dem ein oder anderen schon mal auf Unverständnis stoßen. Schließlich fühlt es sich im Moment so an, als sei alles „gar nicht so schlimm“. Das was in der Verhaltensökonomik als Truthahn-Illusion bekannt ist, beschreibt die täglich steigende Sicherheit und damit das Vertrauen, dass es morgen so weiter geht wie bisher. Bis es eben – wie beim Truthahn an Thanksgiving – anders kommt. Damit es Unternehmen nicht wie den Truthähnen ergeht, können sie sich nur auf das einzig planbare einstellen: die Überraschung.

Wenn alles Planbare (wie z.B. Prozesse, Tools, Räumlichkeiten, Funktionen, Ziele oder Regeln) durch Unvorhersehbares außer Kraft gesetzt wird, wissen die Mitarbeitenden deines Unternehmens dann was es für den Kunden zu tun gilt?

 

Hockey-Sticks sind schlechte Lineale

Eben war das Virus noch in China. Dann gab es einige wenige und nachvollziehbare Fälle in Bayern. Und plötzlich war es gefühlt überall und unkontrollierbar. Deutschland und die Welt wurden von der exponentiellen Ausbreitung des Virus überrascht. Doch wieso können wir mit solchen exponentiellen Trends nicht besser umgehen?

Unsere Arbeitswelt tickt im Takt. 40h Arbeitswoche, 5-Tage Woche, Jour fixes, Regelkommunikation, Karriereleitern, Ebenen und Abteilungen verbunden durch linear geordnete Informations-, Kommunikations- und Entscheidungsprozesse. Während wir als Menschen und Organisationen nun so vor uns hin ticken, vernetzen und überholen sich um uns herum die technologischen Möglichkeiten, das verfügbare Wissen und die Bedarfe der Kunden in Rekordzeit. Megatrends wie Digitalisierung und Individualisierung nehmen wie das Coronavirus keine Rücksicht auf unsere bisherige Taktung. Exponentiell wachsende Chancen und Risiken müssen mit exponentiell wachsenden Ideen und Innovationen begegnet werden und nicht mit linearer Prozessoptimierung.

Wie nutzt dein Unternehmen die heutigen Möglichkeiten vernetzter und exponentieller Potenzialentfaltung und Chancenaktivierung?

 

Prävention schmerzt

Wie hoch wären wohl die COVID-19 Inzidenzen, wenn es keine Maskenpflicht gäbe? Wir wissen es nicht und genau darin liegt das Problem. Präventive Maßnahmen sind in der Regel Aufwände, deren direkter Nutzen unklar bleibt. Während wir privat nach ähnlichem Prinzip diverse Versicherungen abschließen, geben wir als Unternehmen ungern Geld für Dinge aus, deren return on invest nicht klar berechnet werden kann. Die Kosten für eine Unternehmenstransformation zum Beispiel. Selbst nach erfolgreichen strukturellen und individuellen Veränderungen kann niemand sagen, wie sich der Wert des Unternehmens ohne derartige Maßnahmen entwickelt hätte. Eines ist jedoch gewiss und trifft auf alle genannten Beispiele zu: Tritt der worst case ein, gegen den man sich hätte absichern können, wird es um ein Vielfaches schmerzhafter und teurer.

Wie viel ist dir und deinem Unternehmen eine Versicherung in die eigene Zukunftsfähigkeit wert?

 

Entscheidungen haben Gewinner und Verlierer

Wir erleben eine Situation, die es in der Form noch nie gab. Es gibt bisher keine verlässlichen best practices auf deren Basis vorgegangen werden kann. Entscheider sind dadurch gefragt verschiedene Perspektiven abzuwägen und aus einer Vielzahl möglicher Szenarien zu wählen. Richtig und falsch gibt es nicht. Was ist wichtiger? Die Wirtschaft am Laufen halten? Menschen ein Sozialleben ermöglichen? Körperliche Unversehrtheit? Psychische Unversehrtheit? Bildung gewährleisten? Kurzfristige Besserung oder langfristige Erfolge? Wir merken gerade, dass sich all diese Perspektiven wechselseitig bedingen. Die Stärkung eines Aspekts führt zur Schwächung anderer Aspekte und vice versa. Das bedeutet auch, dass Entscheidungen zwangsläufig und unmittelbar sowohl Gewinner als auch Verlierer produzieren. Jede Entscheidung bringt neue Möglichkeiten und neue Herausforderungen mit sich. Jede Entscheidung löst auch alte Möglichkeiten und Herausforderungen ab. Worin jeweils die Möglichkeiten und Herausforderungen liegen ist dabei höchst individuell.

So ist es auch in Unternehmen. Zwar können wir durch Entscheidungen nicht alle glücklich machen, wir können aber nachhaltig Kultur und Identität schaffen. Die Firmenwerte und Prinzipien stehen nämlich genau in solchen vermeintlichen Krisenzeiten auf dem Prüfstand. Sie werden durch mutige Entscheidungen entweder gefestigt und für alle erlebbar oder finden im Zynismus der Belegschaft ein jähes Ende.

Welche Werte und Prinzipien werden durch die von deinem Unternehmen getroffenen Entscheidungen die zukünftige Firmenkultur prägen?

 

Ausblick

Durch COVID-19 haben Menschen und Unternehmen die Möglichkeit sich neu zu sehen und zu erleben. Wie fühlt sich das Leben und Arbeiten in weniger planbaren Zeiten an? Wie effizient und effektiv können die persönlichen und beruflichen Ziele weiterverfolgt werden? Wie nutzt das eigene Unternehmen diese neu gewonnen Perspektiven für sich?

Welche Selbstverständlichkeiten sind dir zusätzlich bewusst geworden und wo lohnt es sich für dich nach vorne gerichtet eine mutige Entscheidung zu treffen?

individuelle Transformationsbegleitung (Coaching)

Auf dem Transformationsweg sind Menschen gefragt, sowohl in den bestehenden Strukturen zu leisten, als auch neue Systemstrukturen zu gestalten. Dies birgt Synergie- und Konfliktpotenziale auf individueller Ebene. Wir begleiten und coachen fachlich und/oder persönlich in allen Lebenslagen, die die Unternehmenstransformation mit sich bringt.
Als aktive Transformationsbegleiter stärken wir Führungskräfte, Transformationsexperten und Multiplikatoren bei der funktionalen Umsetzung der Transformation on-the-job.

Ergebnis:
hohe individuelle Wirksamkeit der Transformationsgestalter

Wann warst du das letzte Mal so richtig zufrieden mit einer Entscheidung? Viele Entscheidungen sind

Scheitern vorprogrammiert Was hörst du? Yanny oder Laurel? Der heutige Impuls beschäftigt sich mit der

Fokus auf Wirksamkeit Es gibt viele schlaue Time Management Instrumente und Ratgeber. Warum sind die

Agiles Arbeiten… was muss ich darüber wissen? Die Komplexität hat vieles in der Arbeitswelt verändert.

Was lehrt uns ein Skater über den Umgang mit Komplexität? Und geht das auch ohne

Kennst du das? Falls du dich und deinen Führungsalltag in dem Video wiedererkannt hast

Was wäre in deinem Unternehmen anders, wenn alle leitenden Führungskräfte ab heute 1 Jahr Urlaub machen?

Sicher durchs Chaos navigieren. Geht das überhaupt? Gucke dir bitte zunächst das Video an

Nun dass ich Komplexes von Kompliziertem unterscheiden kann… Was tun? Der Führungsalltag konfrontiert euch